24-Stunden-Betreuung bei psychischen Erkrankungen in Wien
Wenn Mutter, Vater oder Partner aufgrund einer psychischen Erkrankung im Alltag zunehmend Unterstützung braucht, können verlässliche Abläufe, vertraute Ansprechpartner und eine ruhige Betreuung zu Hause entlasten. Die medizinische und psychiatrische Behandlung bleibt dabei immer Aufgabe der zuständigen Fachpersonen.
Wenn der Alltag zunehmend Unterstützung braucht
Mutter zieht sich immer stärker zurück
Wenn Alltag, Mahlzeiten oder Termine zunehmend vernachlässigt werden.
Vater verliert die Tagesstruktur
Wenn Schlafzeiten, Essen und tägliche Abläufe kaum noch organisiert werden.
Der Partner schafft Haushalt und Termine nicht mehr
Wenn alltägliche Aufgaben dauerhaft Unterstützung benötigen.
Die Familie übernimmt immer mehr Verantwortung
Wenn Kinder, Partner oder Geschwister regelmäßig Termine organisieren und alltägliche Aufgaben mittragen müssen.
Es besteht keine akute Krise, aber alleine geht es nicht mehr
Wenn keine akute Krise besteht, aber kontinuierliche Begleitung im Alltag notwendig geworden ist.
Welche Betreuungskraft passt bei psychischen Erkrankungen?
Bei psychischen Erkrankungen zählt nicht allein die Diagnose. Entscheidend sind die aktuelle Alltagssituation, Selbstständigkeit, Kommunikation, Tagesstruktur und die Frage, wie viel Unterstützung tatsächlich benötigt wird.
Auswahlkriterien:
- •Ruhige und respektvolle Kommunikation
- •Geduld
- •Zuverlässige und strukturierte Arbeitsweise
- •Respektvoller Umgang mit Rückzug oder Unsicherheit
- •Unterstützung ohne unnötige Bevormundung
- •Veränderungen aufmerksam wahrnehmen und weitergeben
- •Belastbarkeit
- •Bereitschaft, vereinbarte Abläufe einzuhalten
- •Passende Deutschkenntnisse
- •Persönliche Passung
Direkte Abstimmung mit der Betreuungskraft
Die Agenturinhaberin ist muttersprachliche Übersetzerin und unterstützt persönlich bei der Verständigung zwischen Familie und Betreuungskraft. Gewohnheiten, Tagesabläufe, Grenzen und Veränderungen können dadurch verständlich weitergegeben werden.
Verlässliche Struktur kann im Alltag helfen
Eine Betreuungskraft kann dabei unterstützen, den Tag übersichtlich zu gestalten und alltägliche Aufgaben zuverlässig zu organisieren.
Regelmäßige Mahlzeiten
Haushalt und Einkäufe
Termine und Wege
Ruhige Tagesstruktur
Wichtig: Betreuung heilt psychische Erkrankungen nicht. Sie unterstützt den Alltag parallel zur medizinischen Behandlung.
Betreuung ersetzt keine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung
Psychische Erkrankungen gehören in fachliche Behandlung. Diagnostik, Psychotherapie, psychiatrische Behandlung und Medikamenteneinstellung erfolgen durch die zuständigen Fachpersonen.
24-Stunden-Betreuung unterstützt den Alltag – sie ist keine Therapie.
Medikamente brauchen klare fachliche Vorgaben
Eine Betreuungskraft darf nicht selbstständig über psychiatrische Medikamente entscheiden – nicht über Dosierungen, nicht über Änderungen, nicht über Absetzen oder Hinzufügen von Medikamenten.
Was an Medikamentenunterstützung im konkreten Fall rechtlich und fachlich zulässig ist, muss vorher mit den zuständigen Fachpersonen geklärt werden.
Mehr zur Betreuung mit DGKPAkute psychiatrische Krisen gehören nicht in die normale Betreuung
Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung, schwerer Verwirrtheit, akuten Wahnvorstellungen, Halluzinationen oder eskalierendem Verhalten ist eine 24-Stunden-Betreuung allein nicht ausreichend.
In einer akuten Krise ist professionelle medizinische beziehungsweise psychiatrische Hilfe erforderlich.
Sozialpsychiatrischer Notdienst Wien: 01 31330 – rund um die Uhr
Rettung: 144
Bei unmittelbarer Sicherheitsgefahr – Polizei: 133
Entscheidend ist, ob eine akute Krise besteht
Alltagssituation ohne akute Krise
- • Unterstützung im Alltag notwendig
- • Tagesstruktur schwierig
- • Haushalt oder persönliche Organisation werden nicht mehr alleine geschafft
- • Begleitung zu Terminen erforderlich
- • Angehörige brauchen Entlastung
→ Eine 24h Betreuung kann in solchen Situationen geprüft werden.
Akute Krise oder erhebliche Gefährdung
- • Unmittelbare Selbstgefährdung
- • Fremdgefährdung
- • Schwere akute Realitätsstörung
- • Eskalierende Gewalt
- • Andere akute psychiatrische Notfallsituation
→ Hier ist zuerst professionelle medizinische beziehungsweise psychiatrische Hilfe notwendig.
Psychische Erkrankung oder Demenz?
Verwirrtheit, Rückzug oder Verhaltensänderungen können unterschiedliche Ursachen haben. Eine bestehende psychische Erkrankung und eine Demenzerkrankung sind nicht dasselbe und sollten nicht vermischt werden.
Ruhige und klare Kommunikation
Im Alltag können klare Absprachen, ein ruhiger Umgang und vertraute Abläufe helfen. Wichtig ist, die betroffene Person respektvoll zu behandeln und vorhandene Selbstständigkeit nicht unnötig einzuschränken.
Die Inhaberin unterstützt persönlich bei Übersetzung und Kommunikation zwischen Familie und Betreuungskraft. So können Missverständnisse reduziert und wichtige Informationen verständlich weitergegeben werden.
Wenn Angehörige dauerhaft mittragen
Psychische Erkrankungen können auch Partner, Kinder und Geschwister stark belasten. Wenn Angehörige dauerhaft Haushalt, Termine, Organisation und tägliche Unterstützung übernehmen, kann zusätzliche Betreuung im Alltag entlasten.
Welche Betreuung passt bei psychischen Erkrankungen?
Wichtig: Psychische Erkrankung ist nicht automatisch der Grund für anspruchsvolle Betreuung.
Der tatsächliche Alltags- und Nachtbedarf entscheidet, welche Betreuung geeignet ist.
24-Stunden-Betreuung mit DGKP-Qualitätssicherung
Bei einer Alltagssituation ohne akute Krise und regelmäßigem Unterstützungsbedarf kann eine 24-Stunden-Betreuung mit DGKP-Qualitätssicherung passend sein.
Mehr erfahren →Anspruchsvolle Betreuung
Bei erhöhtem Nachtbedarf, herausforderndem Verhalten oder mehreren zusätzlichen Anforderungen kann anspruchsvolle Betreuung geprüft werden.
Mehr erfahren →Eine akute psychiatrische Krise wird nicht durch ein höheres Betreuungsmodell ersetzt. In solchen Situationen ist professionelle medizinische beziehungsweise psychiatrische Hilfe erforderlich.
Wenn Angehörige den Alltag nicht mehr dauerhaft auffangen können
Vielleicht schafft Ihre Mutter den Haushalt kaum noch, Ihr Vater verliert die Tagesstruktur oder Ihr Partner braucht regelmäßig Begleitung zu Terminen – und Sie als Familie können das nicht täglich zusätzlich auffangen. Dann prüfen wir gemeinsam, ob eine kontinuierliche Betreuung im Alltag sinnvoll und angemessen organisiert werden kann.
Wenn beide Partner Unterstützung brauchen
Braucht ein Partner wegen einer psychischen Erkrankung Unterstützung und der andere ebenfalls Hilfe im Alltag, erfassen wir den Bedarf beider Personen gemeinsam.
Mehr zur Betreuung von EhepaarenWas kostet 24h Pflege bei psychischen Erkrankungen in Wien?
Die Kosten richten sich nicht allein nach der Diagnose. Entscheidend sind insbesondere der tatsächliche Unterstützungsbedarf, Nachtbedarf, Mobilität, zusätzliche Anforderungen und mögliche pflegefachliche Tätigkeiten.
So prüfen wir, ob Betreuung zu Hause passt
Aktuelle Situation klären
Wir besprechen Alltag, Tagesstruktur, Selbstständigkeit, Familie und bestehende psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung.
Betreuungsrahmen und Grenzen klären
Wir klären, welche Unterstützung im Alltag benötigt wird und ob die Situation grundsätzlich für Personenbetreuung geeignet ist.
Passende Betreuungskraft auswählen
Ruhige Kommunikation, Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und persönliche Eignung sind entscheidend.
Betreuung starten
Wir organisieren den Start und bleiben bei Veränderungen Ansprechpartner.
Startzeit
Start meist in 2 bis 5 Tagen – in manchen Fällen auch schneller.
24h Betreuung bei psychischen Erkrankungen in Wien und Umgebung
Wir vermitteln in Wien sowie im Wiener Umland, unter anderem in Mödling, Schwechat, Klosterneuburg und Korneuburg.
Psychische Erkrankungen in der Familie besser verstehen
Unser Ratgeber gibt Angehörigen zusätzliche Orientierung zu psychischen Erkrankungen, Alltag und respektvoller Unterstützung – getrennt von der Frage, ob eine professionelle Personenbetreuung zu Hause geeignet ist.
→ Zum Ratgeber für AngehörigeHäufige Fragen zur Betreuung bei psychischen Erkrankungen
Wir klären gemeinsam, welche Unterstützung im Alltag notwendig ist und wie Betreuung und pflegerische Fachaufgaben klar voneinander abgegrenzt werden.
